Meine Morgenroutine – So starte ich gut in den Tag

Hast du eine Morgenroutine? Wenn ja, was sind wichtige Bestandteile davon? Wie startest du gerne in den Tag? Wie wichtig eine Morgenroutine ist, ist mir erst in dem letzten Jahr bewusst geworden. Für mich ist meine Morgenroutine wie ein kleines Ritual geworden, das feste Bestandteile hat und mir über den Tag hilft, positiver und fokussierter zu sein. In diesem Beitrag möchte ich ein paar Worte darüber verlieren, wie ich gerne in den Tag starte und warum.

Morgenroutine

Schritt 1: Bewusst aufwachen

Das hört sich jetzt vielleicht erst einmal seltsam an, kann aber einen großen Unterschied machen. Wie oft hörst du den Wecker klingeln, springst auf und legst direkt los? Fühlst du dabei überhaupt, wie es dir heute geht? Viel zu oft stürmen wir einfach los in den Tag und vor lautet To-Do’s vergessen wir ganz, auf uns selbst zu achten.

Das Erste, was ich also mache wenn ich aufstehe ist, in mich hineinzufühlen. Wie geht es mir heute? Wie fühlt sich mein Körper an? Habe ich vielleicht Muskelkater oder tut mir etwas weh? Wie ist meine Stimmung? Bin ich voller Tatendrang oder bedrückt mich etwas? All diese Fragen stelle ich mir und suche eine Antwort. Ohne sie zu bewerten! Das ist praktisch erstmal wie eine Bestandsaufnahme ohne Urteil, ohne Wertung, einfach nur eine Feststellung. Damit gibst du dir Raum und Zeit, einfach mal auf dich selbst zu achten und vielleicht herauszufinden, was du heute besonders brauchst oder wofür du dir Zeit nehmen möchtest.

Schritt 2: Meditation

Ich meditiere beinahe jeden Morgen, meistens nur ca. 13 Minuten aber das reicht mir schon. Meditation kann man grundsätzlich zu jeder Zeit üben, auch ganz unabhängig vom Ort. Früh morgens fällt mir das in der Regel aber leichter – denn direkt nach dem Aufwachen habe ich noch nicht all die Gedanken und Eindrücke vom Tag in meinem Kopf. Mein Verstand ist ruhiger, die Konzentration fällt mir leichter. Eine Morgenmeditation oder eine Meditation vor dem Schlafen kann einfacher sein, weil die Wahrnehmungsfähigkeit zu dieser Zeit gesteigert ist – der Körper ist noch nicht so aktiv oder bereitet sich auf den Schlaf vor, sodass sich der Geist leichter auf die Meditation konzentrieren kann.

Mittlerweile meditiere ich ganz frei und „ohne Hilfe“. Wer Mediation noch nie ausprobiert hat und sich etwas unsicher fühlt, dem kann ich anfangs eine App empfehlen. Es gibt in der Zwischenzeit relativ viele davon, ich kann dir sehr die folgenden Apps ans Herz legen:

  • Headspace (englisch)
  • 1GiantMind (englisch)
  • SevenMind (deutsch)

Es gibt sicherlich noch viele andere, probier da einfach aus was für dich passt. Behalte dabei einfach im Kopf: jede Meditation ist anders, manchmal klappt es auch gar nicht, weil die Gedanken geradezu verrückt spielen oder du einfach einschläfst. Das ist überhaupt nicht schlimm, ganz natürlich und gehört einfach zum Prozess dazu.

Was bringt Meditation überhaupt?

Das ist fast ein eigener Blog Post, den ich dazu schreiben müsste. Es geht weder darum, ein bestimmtes Ziel zu erreichen noch darum, ein bestimmtes Gefühl zu erzeugen. Mit etwas Übung hilft es, achtsamer zu leben und über den Tag klarer, konzentrierter und entspannter zu sein. Auch in stressigen Situation kann es einem die nötige Ruhe geben um klar und ohne Hektik an Aufgaben heranzugehen. Ich möchte es in meinem Leben nicht mehr missen!

Zitronenwasser - ein Muss in der Morgenroutine

Schritt 3: Zitronen-Wasser

Nachdem ich meine Meditation abgeschlossen habe, kann es so langsam losgehen. Ich strecke mich ein bisschen und gehe dann meistens in die Küche, setze mir ein heißes Wasser auf und bereite mir in der Zwischenzeit ein Glas mit Wasser und frisch gepresstem Zitronensaft zu.

Denn über die Nacht dehydriert der Körper schnell. Hast du dich schonmal gefragt, warum du morgens meist weniger wiegst als abends, obwohl du nicht auf der Toilette warst? Tatsächlich verliert jeder Mensch während dem Schlafen bis zu 500ml Flüssigkeit – egal ob du morgens das Gefühl hast, geschwitzt zu haben oder nicht. Umso wichtiger ist es, die Flüssigkeitsspeicher deines Körpers direkt wieder aufzufüllen. Das hat nicht nur einen belebenden Effekt, sondern wird auch deine Verdauung und sonstigen Körperfunktionen gut tun. Mit dem Zitronensaft stelle ich schon am Morgen eine Vitamin C- Versorgung sicher, außerdem hat das positive Effekte auf das Immunsystem und schmeckt natürlich noch erfrischend dazu.

Schritt 4: Tea-Time!

Nachdem ich mein Glas mit Zitronen-Wasser geleert habe, gibt es danach meistens einen Tee. Welcher Tee das ist, variiert bei mir meistens – sehr zu empfehlen und super gesund ist aber ein Kräutertee mit frischem Ingwer! Ich habe immer frischen Ingwer zuhause und schäle mir einfach 2-3 cm von der Knolle, schneide sie in Scheiben und gieße das Ganze zusammen mit dem Tee mit heißem Wasser auf. So hast du gleich noch etwas Gutes für dein Immunsystem getan und beugst Erkältungen vor.

Grüner Tee kann auch sehr lecker sein, allerdings vertragen das einige Menschen auf leeren Magen nicht so gut. Generell sollte man grünen Tee nicht länger als drei Minuten ziehen lassen, um zu verhindern, das zu viele Gerbstoffe in das Wasser gelangen. Diese können nämlich die Aufnahmefähigkeit von pflanzlichem  (dreiwertigem) Eisen hemmen.

Schritt 5: Intention für den Tag

Hast du dir einmal bewusst eine Intention für den Tag gesetzt? Ich mache das sehr gerne, denn es kann den Tag zu einem ganz Besonderen machen. Das könnte beispielsweise etwas sein wie „positiv denken“, „jemandem etwas Gutes tun“, „mir selbst etwas Gutes tun“ (hierzu habe ich auch einen Beitrag verfasst), „das schöne Wetter genießen“, „Oma anrufen“, „langsamer essen“ – eigentlich alles, was dir so einfällt und du heute gerne machen möchtest!

Am besten schreibst du sie dir irgendwo auf, wo du sie sehen kannst. Vielleicht machst du dir eine Memo auf deinem Handy oder stellst dir sogar einen Wecker, der dich erinnert. Immer wenn du dich erwischt, wie du von dieser Intention abweichst oder sie vergisst – kehre zu ihr zurück. Mach dich nicht dafür fertig, dass du sie vergessen hast, sondern freue dich einfach, dass du jetzt wieder an sie denkst. Es geht nicht darum, 100% das zu erreichen, was du dir vorgenommen hast. Es geht mehr darum, sich etwas bewusst – ja einfach achtsam zu sein. Ich finde das ein sehr schönes kleines Ritual.

Morgenroutine mit Bullet Journal

Schritt 6: To-Do-Liste schreiben

Ohne To-Do-Liste funktioniert bei mir nicht viel. Ich habe dazu schon etwas in meinem Beitrag über Zeitmanagement geschrieben, den kannst du dir hier durchlesen. Mithilfe von meinem Bullet Journal habe ich all meine To-Do-Listen und Termine im Überblick und kann meinen Tag strukturiert angehen. Dadurch bin ich am Ende vom Tag zufriedener, denn ich kann auf meiner Liste sehen, was ich alles erledigt habe.

Schritt 7: Frühstück!

Die Uhrzeit zu der ich frühstücke, ist meistens unterschiedlich. Ich höre da in der Regel auf mein Hungergefühl, wenn ich keine Termine habe, die ich wahrnehmen muss. Ich habe bei FitForFun einen Beitrag mit drei „Rezepten“ geschrieben, wie man gut in den Tag starten kann. Vielleicht ist ja auch was für dich dabei. Ansonsten kannst du natürlich auch etwas in meiner Frühstücks-Kategorie stöbern. Gerade Pancakes oder Porridge gibt es bei mir sehr häufig, da mich das gut und angenehm sättigt.

Morgenroutine

Eine kleine Bemerkung noch: während meiner gesamten Morgenroutine lasse ich mein Handy ausgeschaltet! Ich hoffe, ich konnte dich mit diesem Beitrag vielleicht inspirieren, deine eigene Morgenroutine zu gestalten überhaupt eine Morgenroutine in deinen Alltag einzubauen. Das muss nicht die Gleiche sein, schließlich ist jeder Mensch verschieden und wir alle haben andere Bedürfnisse und Prioritäten. Wenn das ein oder andere für dich dabei war, dann freut es mich natürlich umso mehr! Es lohnt sich aber in jedem Fall, ein paar Minuten früher aufzustehen und sich die Zeit für sich selbst zu nehmen.

Lass mich doch gerne in den Kommentaren wissen, wie deine Morgenroutine aussieht und was wichtige Elemente davon sind, oder ob du bisher vielleicht noch gar keine Morgenroutine verfolgst 🙂

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Laura

So schön geschrieben – Danke für den Einblick in deine Morgenroutine. Ich halte vieles morgens ähnlich wie Du, trotzdem habe ich neue Erkenntnisse dazu gewonnen. Und alleine schon das sich ständige Bewusst machen, ist sehr förderlich und inspirierend.

Laura

Ich mag es morgens überhaupt nicht viel Zeit zu verschwenden, diese investiere ich lieber in meinen Schlaf. Von daher klingelt mein Wecker nur 30 Minuten bevor ich los muss. In dieser Zeit mache ich mich nur schnell fertig, mache 10 Minuten ein paar Workout-Übungen und frühstücke erst auf der Arbeit. Dadurch kann ich mir viel Zeit sparen und länger schlafen. Außerdem ist die erste Stunde Arbeit meist schon rum wenn ich richtig wach bin 🙂

Liebe Tanith,
schön zu lesen, wie du in den Tag startest. Ich verbringe die erste Stunde des Tages möglichst frei von externen Einflüssen. Smartphone, Laptop, Mail-Postfach, WhatsApp – all das muss warten, bis ich in mein Tagebuch geschrieben, mich bewegt und ein paar Zeilen stoische Philosophie gelesen habe.

Soweit von mir.

Liebe Grüße
Jan

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