Mehr Nachhaltigkeit, weniger Müll | #1 Badezimmer

*enthält unbezahlte Marken-Nennungen. Längst überfällig – aber nun kommt endlich mein Beitrag zu Nachhaltigkeit im Badezimmer. Dieser Beitrag soll dir Inspiration und Ideen bieten, wie du mehr Nachhaltigkeit in deinen Alltag integrieren kannst und einen Eindruck geben, wie ich die Dinge derzeit handhabe. Viel Spaß beim Lesen!

Nachhaltigkeit im Bad

Kleiner Disclaimer vorab…

Da Nachhaltigkeit oft ein empfindliches Thema ist, möchte ich gleich ein paar Worte vorab verlieren. Es geht hier nicht darum, perfekt zu sein – ich behaupte das weder von mir, noch habe ich diesen Anspruch an mich selbst. Ich befinde mich selbst noch am Anfang was Nachhaltigkeit angeht und bin auch bestimmt kein Experte auf dem Gebiet. Ich möchte hier lediglich meine Erfahrungen teilen und vielleicht den ein oder anderen inspirieren, bei sich selbst nachzusehen, was sich bezüglich Nachhaltigkeit vielleicht verbessern lässt. Denn eins steht fest: jeder Schritt zählt! Jeder Kassenbon, jede Handlung – das ist unser Stimmzettel. Die Nachfrage bestimmt den Markt. Ein, zwei mehr Gedanken beim Einkauf können nicht schaden 🙂

Aufbrauchen statt wegwerfen!

Eigentlich braucht man gar nicht viel. Das wird einem bewusst, wenn man feststellt, wie wenig von den ganzen Produkten im Regal man tatsächlich verwendet. Zumindest geht das mir so. Mein erster Ansatz war also Folgender: anstatt Neues zu kaufen, erst einmal aufbrauchen, was da ist. Das spart nicht nur Geld, sondern auch unnötige Verpackung und man hat anschließend Platz im Regal. Außerdem hat niemand etwas davon, wenn die Produkte, die man sowieso schon zuhause hat und noch gut sind, im Müll landen. Generell ist auch der Kauf von nachhaltigeren Produkten erst dann sinnvoll, wenn die Dinge, die man zuhause hat, kaputt gehen oder aufgebraucht sind.

Nachhaltigkeit beim Duschen

Irgendwann sind alle Produkte aufgebraucht. Aber was nun? Was schafft man neu an? Ich habe dabei darauf geachtet, möglichst ohne Plastik und nachhaltig zu kaufen. Das bedeutet für mich nicht nur, Produkte in dieser Kategorie zu suchen, sondern auch erst einmal im Laden nachzusehen, bevor ich online bestelle.

Zum Duschen brauche ich mittlerweile nur noch drei Dinge: mein festes Shampoo, Duschseife und meinen Rasierhobel. Ganz ohne Verpackung, ohne Plastik. Festes Shampoo und Duschseife gibt es im Unverpackt-Laden, mittlerweile aber teilweise auch bei dm oder anderen Drogeriemärkten. Tatsächlich wusste ich selbst gar nicht, dass das so einfach gehen kann. Aber wenn man die Augen offen hält und bewusst danach sucht merkt man, dass es mittlerweile einige Alternativen gibt.

Nachhaltig duschen

Rasierhobel – eine nachhaltige Alternative?

Den Rasierhobel habe ich ebenfalls beim Unverpackt-Laden gekauft. Anfangs hatte ich total Respekt for diesem Teil, vor allem mich zu schneiden. Ich nutze den Rasierhobel mittlerweile aber seit fast fünf Monaten und habe mich bisher kein einziges Mal geschnitten. Auch unter den Achseln und im Intimbereich funktioniert er super und man spart sich die unglaubliche Menge an Müll, die mit Einwegrasierern anfallen. Die Anschaffung ist zwar etwas teurer (habe für meinen ca. 30€ gezahlt), dafür kosten fünf Klingen aber nur 5€ und eine Klinge hält um die zwei Monate. Es lohnt sich also!

Nachhaltige Handtücher

Die Handtücher von Kushel sind aus Baumwolle und aufgeforsteter Rotbuche. Für jedes Handtuch werden zwei Bäume gepflanzt sowie Ausgleichsprojekte für die verursachten Emissionen finanziert. Das nenne ich mal ein tolles Konzept! Aus Transparenzgründen: dieser Beitrag ist nicht gesponsort, ich habe die Handtücher zwar kostenlos zugeschickt bekommen, sonstige Bezahlung oder Ähnliches hat aber nicht stattgefunden – ich finde Kushel einfach sehr unterstützenswert und würde mir mehr Firmen wünschen, die auf Nachhaltigkeit wertlegen.

Abschminken und Pflege

Nachhaltig Abschminken

Zum Abschminken verwende ich Kokosöl und Baumwoll-Pads. Da ich lediglich Mascara und Augenbrauenfüller verwende, beschränkt sich das Abschminken bei mir auf die Augen – Make-up auf der Haut trage ich nie. Die Baumwoll-Pads habe ich aus dem Unverpackt-Laden und man kann sie einfach wiederverwenden. Nach dem Abschminken wasche ich sie meistens direkt mit etwas Seife aus und lege sie zum Trocknen auf die Heizung. Würde ich sie nochmal kaufen, würde ich allerdings schwarze Baumwoll-Pads wählen. Das verhindert nervige Flecken, die nicht mehr aus dem Stoff gehen.

Das Geld für die Pads kann man sich aber auch sparen. Bestimmt hast du zuhause irgendwelche alten Stoffe, die du dir zu Wattepads nähen kannst. Funktioniert genauso gut und ist noch nachhaltiger. Dazu brauch man dann aber die nötige Geduld! Andere Alternativen zu Baumwoll-Pads wären Abschminktücher aus Mikrofaser. Diese habe ich allerdings selbst noch nie ausprobiert.

Kokosöl – ist das überhaupt nachhaltig?

Kokosöl verwende ich nicht nur zum Abschminken sondern auch zum Eincremen. Nach dem Rasieren sind meine Beine meist trocken und als Bodylotion verwende ich dann einfach mein Kokosöl. Das mache ich schon seit bestimmt drei Jahren und komme damit wirklich gut zurecht. Natürlich kann man sich darüber streiten, wie nachhaltig Kokosöl ist – und ich verstehe, wenn einige das als keine gute Alternative ansehen. Ich achte bei meinem Kokosöl jedoch auf einen kontrollierten biologischen und nachhaltigen Anbau und halte es damit persönlich immer noch für nachhaltiger, als Verpackung und Mikroplastik durch zusätzliche Lotionen und Kosmetikartikel zu konsumieren. Außerdem brauche ich recht wenig davon und so hält mir ein 500ml Glas ca. 4-7 Monate (obwohl ich es zusätzlich auch ab und an zum Anbraten verwende).

Zahnpflege & Nachhaltigkeit

Zum Zähne putzen verwende ich seit einiger Zeit nur noch Bambuszahnbürsten. Diese gibt es mittlerweile fast überall zu kaufen – die Eigenmarke von dm bietet wohl die günstigste Variante für 1,45€ an. Zahnpasta verwende ich nach wie vor – das ist einer meiner Schwachpunkte, denn sie kommt nicht nur in einer Plastik-Verpackung sondern enthält oft auch Mikroplastik. Als Alternative gibt es eine Art Zahnputz-Tabletten (sogenannte Denttabs), ich konnte mich bisher aber noch nicht daran gewöhnen. Es gibt sie aber auf jeden Fall im Unverpackt Laden zu kaufen.

Sonstige Pflege- und Hygieneprodukte

  • Gesichtspflege: momentan brauche ich noch Gesichtscreme auf, die ich geschenkt bekommen habe. Dazu verwende ich Bio-Rosenwasser, das trage ich einfach abends auf die Haut auf. Es beugt Rötungen vor, wirkt antibakteriell und erfrischend.
  • Menstruation: ich habe eine Menstruationstasse. Tampons verwende ich nicht mehr, da sie erstens eine Menge Müll verursachen und zweitens meistens kleine Chemie-Bomben sind. Macht euch da einfach mal bei Google schlau! Was ich nun auch schon häufiger gesehen habe sind Unterhosen, die extra für die Periode gemacht sind z.B. die Perioden-Unterwäsche von Ooshi. Diese habe ich allerdings noch nie ausprobiert.
  • Toilettenpapier: das gibt es auch ohne Plastik-Verpackung und nachhaltiger im Unverpackt-Laden zu kaufen. Allerdings hat nicht jeder direkt einen Laden um die Ecke und die Zeit, den Weg dahin regelmäßig auf sich zu nehmen. Bei Smooth Panda kann man sich online eine Abo-Box für Klopapier und Taschentücher bestellen. Das nutze ich zwar momentan selbst nicht, wollte dir aber die Alternative aufzeigen.
  • Putzmittel: fast eine eigene Kategorie, aber ich möchte es hier trotzdem kurz auflisten. Die meisten Putzmittel sind wahre Chemie-Bomben und ich vermeide sie, wenn es nur irgendwie geht. Das Meiste, besonders Kalk, bekommt man auch super mit Essig-Essenz weg. Zitronensaft und Natron helfen auch gegen Flecken und zur Reinigung.
  • Waschmittel: Mittlerweile gibt es schon einige Angebote von Waschmitteln aus recyclebaren Bio-Plastikflaschen. Außerdem kann man die Flasche einfach im Unverpackt-Laden neu auffüllen. Eine andere Alternative ist ein sogenannter Wasch-Ball. Ich habe ihn selbst noch nicht getestet, überlege aber momentan mir einen zu bestellen. Er soll anscheinend das Waschmittel für Buntwäsche ganz ersetzen. Zudem interessant: beim Waschen löst sich häufig Mikroplastik von der Kleidung – eine sogenannte Guppybag kann das verhindern 🙂
Nachhaltigkeit im Badezimmer

Was ich als Nächstes angehen werde:

  • Wattestäbchen – hier gibt es mittlerweile tolle Alternativen aus Bambus oder Holz. Bisher brauche ich noch meine vorhandenen Wattestäbchen auf.
  • Zahnseide – mittlerweile gibt es auch Zahnseide, die zu 100% biologisch abbaubar ist. Definitiv der nächste Kauf, wenn meine Zahnseide leer ist.
  • Deocreme – bisher brauche ich noch mein Deo von Lavera auf. Danach werde ich mich an eine Deocreme herantrauen und testen, was für mich am besten funktioniert.
Nachhaltigkeit

Noch Fragen?

Nachhaltigkeit ist definitiv ein großes Thema und alles in einem Beitrag abzudecken, würde einfach den Rahmen sprengen. Mit diesem Beitrag wollte ich einen groben Einblick geben. Gerne kannst du aber Fragen einfach in die Kommentare schreiben. Vielleicht hast du selbst noch ein paar Tipps, die du gerne teilen würdest? Auch diese kannst du gerne kommentieren, dann können wir alle davon profitieren!

In welchen Bereichen lebst du vielleicht schon nachhaltig? Was war dir bisher noch nicht bewusst? Worauf möchtest du in Zukunft achten? Wichtig ist: Neugier statt Perfektion! Finde für dich heraus, was funktioniert und hinterfrage eigene Gewohnheiten. Aber: du musst nicht alles von jetzt auf gleich ändern. Nachhaltigkeit bedeutet nicht ganz oder gar nicht – jeder Schritt zählt.

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